Bericht Jahreskonzert 2025
1. Januar 2026
Mit einem eindrucksvollen Konzertabend unter dem Motto „Im Namen der Menschlichkeit“ setzte der Musikverein Kleinglattbach am
Samstag, 13. Dezember 2025 musikalisch wie inhaltlich starke Akzente und begeisterte die Zuhörer in der voll besetzten Halle im See.
Die Proben für das Jahreskonzert begannen bereits unmittelbar nach der Sommerpause. Umso größer war die organisatorische Herausforderung, als der ursprünglich vorgesehene Veranstaltungsort kurzfristig abgesagt wurde. Mit der Halle im See fand sich ein Veranstaltungsort, der sich für viele Musikerinnen und Musiker wie ein „Nach-Hause-Kommen“ anfühlte – nicht nur aufgrund der Lage im Heimatort, sondern auch, weil dort in früheren Jahren regelmäßig Konzerte des Vereins stattfanden. Dank der Unterstützung und kurzfristigen Verlegung von zwei Sportvereinen wurde die Nutzung für den Musikverein ermöglicht.
Die konkreten Vorbereitungen vor Ort begannen bereits vor der Generalprobe mit dem Aufbau von Bühne, Licht- und Tontechnik. Am Konzerttag folgten weitere Vorbereitungen um ein passendes Ambiente für das Konzertmotto „Im Namen der Menschlichkeit“ zu schaffen.
Eröffnet wurde der Abend von der Vereinsjugend – ein Programmpunkt, der in diesem Jahr eine besondere Bedeutung hatte. Thomas Roth, Dirigent des Juniororchesters, sowie Hendrik Bähr, erster Vorsitzender des Vereins und Dirigent des Jugendblasorchesters, standen an diesem Abend zum letzten Mal in ihrer Funktion als Jugenddirigenten auf der Bühne. Gemeinsam eröffneten Juniororchester und Jugendblasorchester das Konzert mit „Above and Beyond“ von James Swearingen. Es folgten weitere Werke des Juniororchesters unter der Leitung von Thomas Roth, darunter „Infinity and Beyond“, „Rising Earth“ und „Attack of the Colossus“, mit denen der musikalische Nachwuchs eindrucksvoll zeigte, wofür in den vergangenen Monaten intensiv geprobt worden war.
Anschließend übernahm das Jugendblasorchester unter der Leitung von Hendrik Bähr und eröffnete mit „Lux Aeterna“. Besonders das Werk „Choose Joy“ von Randall Standridge fand großen Anklang beim Publikum. Mit dem energiegeladenen „Alpine Adventure“ fand der Auftritt der Jugend einen gelungenen Abschluss. Beide Jugenddirigenten wurden für ihr langjähriges Engagement und ihre hervorragende Arbeit mit großem Applaus gewürdigt.
Nun nahm das Blasorchester unter der Leitung von Julian Metzger auf der Bühne Platz und eröffnete seinen Konzertteil mit „Robin Hood – Prince of Thieves“. Das Werk leitete zugleich in das Konzertmotto “Im Namen der Menschlichkeit” ein. Die ausgewählten Stücke des Abends thematisierten Nächstenliebe und Gemeinschaft, den Schutz unseres Planeten, Freiheit und den Blick ins Universum. Passend dazu folgte das eindrucksvolle Werk „Elegy to Mother Earth“, eine musikalische Reflexion über den Umgang der Menschheit mit ihrem Planeten. Einzelne Musiker des Jugendblasorchesters trugen dazu kurze Textpassagen vor, in denen Gedanken über Kriege, Hungersnöte und Gewalt gegenüber Menschen, Tieren und der Natur formuliert wurden – eindringlich untermalt von der Musik des Orchesters.
Nach der Pause leitete „Let Freedom Ring“ den zweiten Konzertteil ein. Eine besonders spannungsvolle Atmosphäre entstand bei „Sidus“, unterstützt durch die aufwendige Lichttechnik. Das anspruchsvolle Werk entführte das Publikum auf eine musikalische Reise in das Weltall und stellte den Kontrast zwischen der Weite des Universums und dem einzelnen Menschen eindrucksvoll dar. Den Abschluss bildete ein bewusst auflockernder Programmpunkt mit den größten Hits von Udo Lindenberg.
Als Zugabe hätte kein Stück besser passen können als „We Are the World“: Kurz vor Schluss kamen die jungen Musiker der Jugendorchester als Chor an die Bühne – ein bewegender und passender Schlusspunkt für einen Konzertabend ganz im Zeichen der Menschlichkeit.
